Elektrische Winsch, Navionics und ein verdorbener Segeltörn

Und wieder ist eine Woche mit ca. 20 Schiffsübergaben an enthusiastische Charter Skipper vergangen.

Solche Tage an der Charterbasis können sehr hektisch sein, wenn man in kürzester Zeit die Schiffe übergeben muss, dabei soviel nützliche Informationen einbaut wie möglich und dem Skipper ein gutes Gefühl in dem Umgang mit der Yacht vermittelt. Ich versuche mindestens 40 Minuten mit jedem Skipper an Bord zu verbringen, um alle wichtigen technischen Aspekte anzusprechen.

Ausserdem erhält jeder Skipper ein Bordbuch in dem alle wichtigen technische Informationen wie, Lage der Sicherungen, Batteriehauptschalter, Wassertankumstellschieber, Benutzung der Instrumente, Segel und Ankerwinde, etc, etc noch einmal während des Törns nachgelesen werden können. Dazu erhält jeder Kunde bei uns die Möglichkeit einen 40 Min. Check-In Film (www.sailvation.com) vor der Ankunft an der Basis, online anzusehen, so dass es den gesamten Ablauf am Übergabetag erleichtert, und das Verständnis von Skipper und Crew bereichert.

Man sollte meinen das all diese Vorbereitungen eine angemessene Methode ist, um den Skipper auf eine erfolgreiche Segelwoche vorzubereiten.

Diese Woche wurde meine Theorie leider widerlegt.

Wir hatten eine nette Gruppe von Amerikanern, die mit unserer Sun Odyssee 53, an einer organisierten Flottille mit 10 Schiffen teilnahmen. Ich hatte mir viel Zeit für die Herren genommen, mehr als gewöhnlich und eingehend die Benutzung der Yacht geschildert.

Besondere Aufmerksamkeit habe ich wie immer der Benutzung des Kartenplotters gewidmet anhand von Beispielen mit elektronisches Navigations Equipment, wie Navionics, um sicherzustellen dass die Kunden sich auf diese Art von Navigationsprogrammen nicht verlassen sollen, sondern in erster Linie, die Seekarten zu verwenden und den Kartenplotter als reinen Back Up benutzen.

Dieses ist absolute Voraussetzung für sicheres Navigieren.

Ein weiterer Punkt dem ich in meinem Check in grössere Aufmerksamkeit schenkte, war die Benutzung der elektrischen Wirsch im Cockpit, welche bei unsachgemässer Benutzung, Schäden am Rollgrosssystem, Segeln und Leinen herbeiführen kann.

Nichtsdestotrotz, der erste Anruf erreichte mich nachdem die Herren den Hafen verliessen, wo sie während des Ablegens erst einmal eine andere Yacht beschädigten.

Der zweite Anruf folgte wenige Stunden später, um 21:30 um mich davon zu informieren dass die Naht an dem Grossegel aufgeplatzt wäre.

Unsere Techniker machten sich auf den Weg zu den Kunden, in der 1.5 Stunden entfernten Marina, um festzustellen das die aufgeplatzte Naht ein Riss im Gross war, welches dieses in zwei teilte, und eindeutig aufgrund einer Fehlbenutzung der Elektrischen Winsch zurückzuführen war.

Egal, unsere Aufgabe besteht in solchen Fehlen nach wie vor darin, den Schaden zu beheben, so dass die Kunden mit ihrem Chartertörn fortfahren können, und sendeten das Segel zum Segelmacher, um es am nächsten Tag wieder anbringen zu können. Und so segelten sie am nächsten Morgen weiter…..

Diesmal kam der nächste Anruf 4 Stunden später…..Die Kunden benachrichtigten mich über eine Grundberührung. Nach Klärung ihrer GPS Position machte ich per Telefon sicher dass das Schiff kein Wasser nimmt und bat die Kunden langsam Richtung nächsten Hafen zu Motoren. Dort wartete dann auch schon ein Taucher um den Schaden zu inspizieren.

Nach studieren der Position auf der Seekarte, wo die Grundberührung stattgefunden hatte, stellte ich fest, dass die Kunden in eine Militärverbotszone eingefahren waren, welche eindeutig auf den Seekarten markiert ist, aber ausserdem, auf unerklärliche Art und Weise, dort auf die einzige Untiefe in der Gegend, welche mit einer grossen Boje markiert ist, aufgelaufen sind.

Dennoch wurden bei ihrer Ankunft im Hafen alle nötigen Kontrollen ausgeführt, über Wasser, unter Wasser, mit dem Resultat, dass der Schaden nicht gross genug war um den Charter abzubrechen. Und wir entschieden uns, die Kunden weiterfahren zu lasen und alles weitere bei Rückkehr an der Basis zu klären.

Eine zufriedene Gruppe von Seglern kehrte drei Tage später an die Basis zurück. Kaputtes Segel und den Gelcoat-Schaden an der angefahrenen Yacht ausser Acht lassend, bemüht ich mich zumindest die Grundberührung in einer gesperrten Militärzone noch einmal mit dem Skipper nachzuvollziehen.

Der Skipper zog stolz sein iPad (mit dem Navionics Program) hervor um mir den gespeicherten Track seines Segeltörns zu zeigen. Dann verweiste er auf die Koordinaten der Grundberührung welche bei Navionics mit 10 m Wassertiefe angegeben waren, ignorierte jedoch die Tatsache das auch dort Warnzeichen angegeben wurden, dieses Gebiet nicht zu besiegeln.

Die Diskussion endete schnell nachdem ich die, beim Übergabetag so hochgepriesene Seekarte auf den Tisch legte, um ihm die klare 1.8 Meter Markierung an der Stelle der Grundberührung zu zeigen.

Leider muss die Yacht aus dem Wasser genommen werden um weitere Kontrollen vorzunehmen und sicherzustellen, dass sie ohne Probleme und Risiko den Rest der Saison weiterlaufen kann.

Ein Unschönes Ende des Segeltörns für die Kunden und für die Basis, und ich wünschte das all die Einweisungen am ersten Tag ihren Sinn erfüllt hätten, anstatt von dem Skipper mehr oder weniger ignoriert zu werden.

Der Charterskipper sollte sich seiner Verantwortung im Klaren sein, Verantwortung für die Yacht und vor allem für die Sicherheit der Crew.

In all den Jahren meiner Chartertätigkeit habe ich viel Zeit verbracht um ein System zu finden, dass dem Charter Skipper alles wichtigen Punkte klar und verständlich macht, durch intensive Schiffsübergaben, technischen Handbüchern bis hin zu einem Check In Film.

Aber diese Woche hat mal wieder gezeigt dass es immer einen 20% Glücksfaktor gibt, abhängig von dem Skipper, Crew und vor allem, der Einstellung…

Happy Sailing

Der erste Schritt zum erfolgreichen Segeltörn

Der erste Schritt zum erfolgreichen Segeltörn

Neben unseren Charter und Skipper Tipps und Tricks (kostenloser Download), CHECK-IN DVD’s und technischen Handbüchern für den erfolgreichen Chartertörn, bieten wir Ihnen kostenlose Downloads mit technischen Hinweisen zu der Benutzung Ihrer Charteryacht und viele andere charterbezogene Dinge, wie Troubleshooting Vorschläge, Törnvorschläge, Lebensmittellisten und Logbuch Vordrucke. Wir helfen Ihnen sich auf Ihren Segeltörn vorzubereiten.
Ob Sie in Griechenland, Italien, Mallorca, der Türkei oder im Ijsselmeer chartern. Ein Segelurlaub beginnt immer mit einer komplexen Schiffsübergabe bei Ankunft an der Charterbasis.

Sicheres Segeln auf Ihrer Charteryacht

Ein Grundwissen über die technischen Aspekte einer Segelyacht ist unabkömmlich, um einen reibungslosen und stressfreien Segelurlaub zu geniessen und um die Sicherheit der Crew und der Yacht nicht zu gefährden. Oft ist der hektische Übergabetag an der Charterbasis nicht der günstigste Zeitpunkt, um zahlreiche Informationen bewusst aufzunehmen und einen ruhige Schiffsübergabe zu geniessen.
Mit der SAILVATION Check-In DVD und den technischen Handbüchern, können Sie sich im Vorfeld schon von zu Hause aus in Ruhe auf Ihre Schiffsübergabe vorbereiten. Die DVD und Handbücher sollen eine Schiffsübergabe nicht ersetzen, aber Ihnen helfen, Sicherheit und Wissen zu erhöhen, wenn Sie alleinverantwortlich mit Ihrer Yacht den Segeltörn antreten. Sie werden Schritt für Schritt durch einen stützpunktähnliche Schiffsübergabe geführt.

Das technische Handbuch ist ein praktisches Nachschlagewerk für alle Fragen währen Ihres Segeltörns und ein guter Begleiter für Ihr Skippertraining und auf dem Wege zu Ihrer Segelschule.

Skippertraining leicht gemacht

Auch für das anstehende Skippertraining sind die Sailvation Produkte sehr hilfreich, alle technischen Aspekte einer Yacht werden angesprochen und mit kurzen Texten neben 200 Bildern erklärt. Unsere kostenlosen Downloads führen Sie durch die gängigsten technischen Probleme und eine Fehlversuche um diese zu beheben.

Und um das Charterpaket abzurunden gibt es bei uns auch andere Produkte die Ihren Segelurlaub so angenehm wie möglich gestalten sollen.

Geniessen Sie Ihren Segelurlaub

Warum einen schönen Segeltag im Mittelmeer nicht in der Hängematte liegend ausklingen lassen? Unsere praktischen Reisehängematten sind einfach zu transportieren und ein Vergnügen für Mitsegler, sowie den Skipper selber.

Der kullinarische Segeltörn

Für die Köche unter Ihnen bieten wir ein praktisches Bord Kochbuch, mit vielen Gerichten, die einfach und schnell auf jeder Segelyacht zuzubereiten sind.

Das Seewasser Shampoo

ist ein guter Begleiter für Ihren Segurlaub. Das konzentrierte Seewasser Shampoo und Duschgel in einem, für Salzwasser und Süsswasser geeignet, ist kompakt in einer 300 ml Flasche untergebracht.

Wir wünschen Ihnen viel Spass auf der Reise durch unseren Sailvation Shop.

Happy Sailing!

Neuigkeiten für den Charter Skipper-Schiffsübergabe-Skippertips

Liebe Kunden,

Sailvation wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Wir möchten Ihnen auf diesem Wege noch einige Neuigkeiten mitteilen.

Der Bay Express Türkische Küste ist nun bei uns auf www.sailvation.com erhältlich und die einzige Vertriebsstelle in Deutschland. Ausserdem warten wir mit grosser Freude auf den Bay Express Kroatien, der bis spätestens März bei uns im Programm sein wird.

Ausserdem sind wir seit diesem Monat auch bei Yachtpool in dem neuen Yachtpool Shop vertreten.

Nach wie vor bieten wir natürlich auch unseren Check In Film und das technische Handbuch für den Charterskipper auf www.sailvation.com an.

Dazu viele Spass Artikel für Ihren anstehenden Chartertörn, Reisehängematten, Bierkühler, Seewassershampoo und Kochen auf zwei Flammen…schauen Sie einfach mal rein.

Bitte nutzen Sie unsere KOSTENLOSEN Downloads….praktische Tips und Tricks für Ihren Segelurlaub. Sicheres und stressfreies Segeln mit unseren Troubleshooting PDF und technische Hinweise

Sind Sie auf Facebook und Twitter aktiv? Gerne können Sie und auch dort besuchen:

https://www.facebook.com/Sailvation

http://twitter.com/#!/SailvationMedia

Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen,

Sailvation

Sailvation Neuigkeiten-Charter Skipper-Schiffsübergabe-Skippertips

Liebe Kunden,

Sailvation wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Wir möchten Ihnen auf diesem Wege noch einige Neuigkeiten mitteilen.

Der Bay Express Türkische Küste ist nun bei uns auf www.sailvation.com erhältlich und die einzige Vertriebsstelle in Deutschland. Ausserdem warten wir mit grosser Freude auf den Bay Express Kroatien, der bis spätestens März bei uns im Programm sein wird.

Ausserdem sind wir seit diesem Monat auch bei Yachtpool in dem neuen Yachtpool Shop vertreten.

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Bitte nutzen Sie unsere KOSTENLOSEN Downloads….praktische Tips und Tricks für Ihren Segelurlaub. Sicheres und stressfreies Segeln mit unseren Troubleshooting PDF und technische Hinweise

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Ich verbleibe mit freundlichen Grüssen,

Sailvation

Technisches Handbuch für den Charter Skipper – Charter Skipper – Skippertips

Hier sehen Sie einen Auszug aus unserem technischen Handbuch für den Chartertörn….der praktische Begleiter für alle technischen Fragen die während eines Chartertörns auftreten können, inklusive Troubleshooting.

Troubleshooting und technische Hinweise können auf www.sailvation.com kostenfrei runtergeladen werden.

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Chartertörn steht an? Es geht auch ohne Stress bei der Schiffsübergabe – Skippertips

Wer kennt das nicht…..der Charter Törn steh an, ein neues Revier, eine neue Crew, ein andere Schiffstyp…….

Die Vorfreude ist gross aber die Abreise kann stressig werden, packen, die Fragen der Crew beantworten, bloss nichts vergessen…

Der günstig gebuchte Charterflug startet in den frühen Morgenstunden und nach einem 3 Ständigen Flug ist man dann endlich am Ziel….müde und abgekämpft.

Ein neues Segelrevier, ein neues Land, soll man Geld am Flughafen wechseln, oder doch besser warten und der versprochene Transfer zur Charter Basis bleibt auch aus…

Aber letztendlich kommt man dann doch an der Charterbasis an…pfff geschafft!!! Von wegen…jetzt muss erst mal einiges organisiert werden, Proviant beschaffen, Papierkram erledigen, Kaution hinterlegen, dass Gepäck unterbringen bis man aufs Schiff darf und, oh je, 35 Grad Hitze und die falschen Anziehsachen an….

Die Yacht ist auch noch nicht fertig, und die Crew hat alle möglichen Fragen, die beantwortet werden müssen.

Aber endlich kommt dann der ersehnte Moment und man kann das Boot beziehen. Aber halt, nein nein, erst einmal muss die Bootseinweisung gemacht werden. Bis zu einer Stunde lange Erklärungen über Ausstattung und Technische Funktionen an Bord…das Personal ist in Eile, denn es müssen ja noch 15 andere Schiffe übergeben werden und überhaupt, das ist doch alles Standart Wissen.

Nein ist es nicht…nicht wenn man seit einem Jahr nicht mehr auf einem Schiff war, jedes mal einen neuen Schiffstypen segelt und eigentlich jetzt kaum noch die Ruhe und Musse hat sich mit dem Thema auseinanderzusetzen….

Die ganzen Informationen über Motorstart, Instrumente, Segel, Anker, Motor, Sicherungen, E- Panel, Duschen, Toiletten, etc. etc. müssen ja auch alle im Gehirn gespeichert werden. Wo war der Gasabsperrhahn noch einmal????

Es scheint eine halbe Ewigkeit bis man endlich auslaufen kann und endlich den langersehnten Charterten antreten darf.

Durch langjährige Tätigkeit an verschiedenen Charter Stützpunkten, haben wir dieses Szenario wieder und wieder erlebt….

Dadurch ist das Sailvation Projekt entstanden. Uns klag es am Herzen, einen Weg zu finden, dem Charter Skipper ein wenig von seiner Last zu befreien und eine Möglichkeit zu finden, das technische Wissen, welches für einen reibungslosen Ablauf des Segel Törne nötig ist, dem Skipper schon vorab zu kommen zu lassen.

Unsere DVD’s und technischen Handbücher, erlauben es Ihnen sich schon zu Hause mit dem Thema Schiffsübergabe vertraut zu machen und sich in Ruhe mit allen wichtigen Aspekten der Bord Technik zu befassen.

Die DVD zeigt in anschaulichen Schritten, Schritt für Schritt eine ausführliche Übergabe anhand einer Sun Odyssey 42i. Alle gegebenen Informationen sind allgemein gehalten und auf andere Schiffstypen, wie Bavaria oder etwa Beneteau übertragbar.

Geniessen Sie einen vorab Check-In in Ihrer Muttersprache zu Hause vor dem Fernseher und frischen Sie Ihr existierendes wissen auf, oder laden Sie Ihre Crew zu einem Abend ein, so dass auch diese sich schon einmal mit dem Thema befassen können. Dies wird Ihre Aufgaben vor Ort enorm erleichtern.

Für diejenigen die nicht mit dem Laptop reisen, können sich die DVD auf Ihr Iphone oder Ipad laden (wir bieten Downloads an) oder aber dass technische Handbuch bestellen, welches mit kurzen Texten und 200 anschaulichen Bildern die Funktionen aller wichtigen Element an Bord anspricht.

Erleichtern Sie sich den Charter Start und schauen Sie mal rein bei www.sailvation.com.

Als Vorgeschmack können Sie sich auch gerne in unserem Shop unsere Downloads herunterladen. Wir bieten freie Troubleshooting und Technische Hinweise zum ausdrucken, ein  Service für alle, die den Segelsport lieben.

Geniessen Sie einen  stressfreien Charterurlaub und segeln Sie sicher mit Sailvation.

www.sailvation.com

Eine organisierte Crew ist das halbe Leben und der erste Schritt zum erfolgreichen Chartertörn – Skippertips – Schiggsübergabe

Sicher ist es nicht einfach, sich als Skipper durchzusetzen wenn die Crew aus Freunden, Arbeitskollegen oder Familie besteht und man im „normalen“ Leben doch in einem völlig demokratischen Verhältnis zueinander steht…

Aber ein Schiff ist ein Schiff und als Skipper hat man nun einmal die Verantwortung für die Sicherheit der Crew und die Yacht.

Ein erfolgreicher und sicherer Chartertörn ist nur garantiert, wenn man klare Regeln an Bord setzt und seine Mitsegler gut auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet.

Im Prinzip ist es ganz einfach…wir geben Ihnen hier ein paar Tips über die 10 wichtigsten Grundregeln, wie Sie Ihre Crew organisieren und an Bord harmonisch und sicher miteinander agieren können.

1. Der Skipper trifft die Entscheidungen. Es gibt so einige Wege dieses der Crew klarzumachen. Aber mit einer vernünftigen Erklärung vor Antritt des Segelurlaubes, fällt es vielen dann doch leichter, diese Regel als auch solche anzunehmen.

Eine kurze Einweisung in den Ablauf an Bord, Segel setzen, Manöver fahren und wie dieses problemlos ablaufen kann, wenn sich alle an die Regeln halten, ist viel wert.

Es soll ja keine Diktatur werden an Bord…aber ich finde es immer hilfreich der Crew an einigen Beispielen zu erklären, wie wichtig es ist, dass man zusammenarbeitet, anstatt gegeneinander.

2. Verteilen Sie klare Aufgaben. Versuchen Sie die Kapazitäten und Stärken Ihrer Mitsegler einzuschätzen. Man bekommt schnell ein Gefühl dafür, wer welchen Aufgaben am besten gewachsen ist.

Nicht jeder möchte sich aktiv beteiligen….andere wiederum sind ganz interessiert eine wichtige Rolle zu übernehmen. Wägen Sie die Stimmung ab und machen sich dann Gedanken wer welche Rolle übernehmen kann.

3. Denken Sie an die körperliche Verfassung Ihrer Crewmitglieder. Es bietet sich vielleicht an, gewisse Aufgaben, die eine höhere physische Belastung bedeuten, an entsprechende Personen zu vergeben. Nicht jeder ist sportlich und flott. Manche Dinge an Bord verlangen schnelle Reaktion und teilweise auch ein wenig Kraft, wie z.B das Annehmen und Befestigen der Mooringleine.

Andere Dinge, wie z. B. das Werfen der Heckleinen erfordern dann eher wieder etwas Geschick, statt hohen Kraftaufwand.

Für das An-und Abbinden der Fender kann man eventuell jemanden einweisen, der es eher etwas gemütlich mag.

Und diejenigen, die sich lieber nicht ganz so sportlich betätigen, steuern vielleicht gerne Ihren Teil dazu, indem Sie sich mehr unter Deck betätigen, dort gibt es ja schliesslich auch genügend Aufgaben, wie Seeventile öffnen und schliessen, Batterie Spannung überprüfen, etc,etc.

Je mehr Sie die Rollen auf die Vorlieben Ihrer Crew anpassen, desto mehr Spass wird jeder bei der Sache haben!

4. Wenn Sie alle gut organisiert haben und für jedes Crewmitglied die passende Aufgabe gefunden haben, versuchen Sie den Ablauf beizubehalten. Ein ständiges Wechseln der Aufgabenverteilung resultiert in Chaos. Auch für Sie als Skipper wird es einfacher sein, während des Chartertörns die Anweisungen zu geben, wenn alle Crewmitglieder Ihre Aufgabengebiete  kennen und diese auch schon ausgeführt haben.

5. Weisen Sie jede Person ruhig und sachlich in die anstehenden Aufgaben ein. Nicht jeder hat das Grundwissen dass Sie mitbringen. Erklären Sie Ihren Mitseglern genau was Sie von Ihnen erwarten. Noch wichtiger ist, das Sie Ihnen zeigen wie die Dinge funktionieren.
Wollen Sie nicht das beim Anlegen die Leine auch am Steg beim Anlegepersonal landet, statt im Wasser? Gut! Dann nehmen Sie sich die Zeit und führen vor, wie man eine Leine vernünftig aufschiesst, am Heck befestigt und auch wieder schnell einholt, wenn der Wurf einmal missglückt.

Ein anschauendes Beispiel ist immer am effektivsten und verständlicher als jeder mühselige Schilderung.

6. Agieren Sie ruhig und sachlich als Skipper!!! Es gibt keinen Grund die Anweisungen durchs Schiff zu brüllen und Stress zu verbreiten. Bleiben Sie cool und durchdenken Sie jedes Kommando bevor Sie es aussprechen.

Hektik und Stress an Bord verbreitet Unsicherheit. Ruhige und klare Anweisungen sorgen für einen problemfreien Ablauf.

7. Bleiben Sie bei Ihren Entscheidungen. Jede Handlung an Bord sollte natürlich angekündigt werden, ob es nun das Segelsetzen ist, oder aber ein Anlegemanöver. Sprechen Sie den Ablauf immer kurz an, so dass jeder genau weiss was Sie vorhaben und sich darauf vorbereiten kann.

Überlegen Sie sich gut wie Sie das anstehende Manöver fahren wollen und weisen Sie dementsprechend ein. Eine ständige Änderung des Ablaufs mitten im Manöver verwirrt Ihre Mitsegler. Wenn die Dinge einmal schief gehen sind Sie selten zu retten.

8. Loben Sie Ihre Crew, wenn ein Manöver gut gelaufen ist. Wer erntet nicht gerne mal ein paar nette Worte wenn alles gut gegangen ist und jeder seinen Job erfolgreich gemeistert hat? Das motiviert.

Und wenn mal etwas schief geht….tragen Sie es mit Fassung, denn jeder kann mal einen Fehler machen. Es ist Ihre Verantwortung als Skipper mit Fehlern zu rechnen und vielleicht ein wenig Zeit zu investieren, dieses zu vermeiden indem Sie das Ganze einfach noch einmal erklären.

Setzen Sie sich zusammen und analysieren Sie warum etwas nicht so funktioniert hat wie es sollte und besprechen Sie, wie es beim nächsten mal besser gemacht werden kann.

9. Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Fachbegriffe. Denken Sie daran, nicht jeder hat seinen Segelschein gemacht und viele sind mit der Fachsprache überfordert. Man kann das Equipment und alles, was zum täglichen Ablauf dazu gehört auch in Laiensprache erklären. Bitte erwarten Sie nicht von Ihren Mitseglern am Ende des ersten Segeltages auf dem gleichen Stand zu sein wie Sie.

10. So schwer es fällt…gestehen Sia auch ruhig einmal ein wenn Sie selber einen Fehler gemacht haben. Ein Skipper ist auch nur ein Mensch und muss sich nicht als Allwissender darstellen. Wenn man über seine eigenen Errors lachen kann, so kann ein mancher Abend im Cockpit zur lustigen Unterhaltung werden…..was gibt es schöneres als witzige Segler Anekdoten???

Eine gute Möglichkeit Ihre Crew gut auf den anstehenden Segelurlaub vorzubereiten sind unsere technischen Filme auf www.sailvation.com

Ein kleines Zusammentreffen vor dem Charter Urlaub steigert die Vorfreude und unsere Check-In Filme erklären schon einmal vorab, wie ein Leben an Bord aussieht. Auch Ihnen wird dadurch die Arbeit als Skipper erleichtert….

Schauen Sie sich den Film gemeinsam an und beantworten Fragen vorab…Sie werden dabei schon sehen wie Ihre Crew eventuell an Bord reagiert…..

Wir wünschen Ihnen immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

Ihr Sailvation Team